Fachbereiche der Ergotherapie

Fachbereiche ? in der Ergotherapie wird doch nur gebastelt….
Nein Stop !!!

In diesem Beitrag geht es darum was wir Ergotherapeuten wirklich auf dem Kasten haben!

Der Beruf Ergotherapie wird von der Gesellschaft etwas belächelt oder besser gesagt wissen viele Menschen einfach nicht was die Ergotherapie überhaupt ist, geschweige den tagtäglich macht. Um zu Erfahren was die Ergotherapie überhaupt ist, so lesen Sie doch gerne mal unseren Beitrag dazu.
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Für alle die Wissen was die Ergotherapie macht oder sich Selbst sogar in ergotherapeutischer Behandlung befinden geht es hier weiter.

Fachbereiche:

Arbeit und Rehabilitation

Unter dem Fachbereich Arbeit und Rehabilitation wird folgendes Verstanden: Ergotherapeuten werden oft in Werkstätten für körperlich und geistig Behinderte Menschen / oder psychischkranke Menschen eingesetzt. Dort sind die Ergotherapeuten oft damit beschäftigt Prozesse zu Optimieren, den Arbeitsplatz der Beschäftigten zu gestallten oder auch um sogenannte ABM´s ( Arbeitsbegleitende Maßnahmen) anzubieten. Unter Rehabilitation wird im allgemeinen das Wiederherstellen einer Verloren gegangenen Fähigkeit , Fähigkeit verstanden. Der Begriff ist nicht nur auf die Körperliche Ebenen ( Gebrochenes Handgelenk) uz verstehen, sondern auch auch auf Psychischer oder Emotionaler Ebene ( z.B Verlust der Selbstständigkeit) .


Schulbasierte Ergotherapie

Partizipation im Schulalltag für alle Kinder ermöglichen

Schule ist ein wichtiger Teil des Lebens eines jeden Kindes und Jugendlichen. Während einer typischen Schulwoche verbringen Kinder/Jugendliche eine große Anzahl ihrer Stunden in der Schule. Kinder lernen, bilden Freundschaften, spielen, werden unabhängig und selbständig und entwickeln wichtige Lebenskompetenzen. In jeder Schule und Klasse gibt es Kinder/Jugendliche, die Herausforderungen in der Teilhabe am Schulalltag und Unterricht erleben; diese können sich langfristig auf ihre Lernleistungen und ihre Entwicklung insgesamt auswirken. Um diesen Kindern eine Unterstützung zu bieten, gehen wir direkt in die Schule und machen mit den Kindern Therapie vor Ort. Dadurch können wir auftretende Probleme schnell und professionell erkennen und auch die Stärken des Kindes herausfinden. So können wir einen engen Bezug zu den Kindern aufbauen und die bestmögliche Therapie anbieten.


Gemeinwesenorientierte Ergotherapie

Der Begriff „gemeinwesenorientierte Ergotherapie“ bezieht sich auf einen relativ neuen Aufgabenbereich außerhalb des klassischen ergotherapeutischen Stellenprofils in der kurativen Versorgung. Er ist auf Fragestellungen im sozialen Bereich ausgerichtet, sein Handlungsrahmen ergibt sich aus aktuellen Herausforderungen im Sozial- und Gesundheitswesen (Beispiele: demografischer Wandel, soziale Ungleichheit, internationale Migrationsprozesse). Wichtige theoretische Grundlagen bestehen einerseits in der internationalen Literatur zu Betätigungsgerechtigkeit ( Jeder Mensch soll die Möglichkeit haben Seine Interessen ausleben zu können) und andererseits in der deutschsprachigen Literatur zu gesundheitlicher Chancengleichheit ( Jeder Mensch soll die gleichen Chancen haben um die Gesundheit zu erlangen).


Geriatrie

Im Mittelpunkt der Geriatrie (Altersheilkunde) steht der alternde Mensch. Patienten dieser Altersgruppe leiden häufig unter komplexen Beeinträchtigungen ihrer Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit durch Mehrfacherkrankungen (Multimorbidität).

Daher bestimmen ihre akuten oder chronischen Krankheitsbilder beziehungsweise die Krankheitsfolgen die ergotherapeutischen Maßnahmen. Diese werden auch durch Veränderungen im sozialen Umfeld (z.B. Verlust des Lebenspartners) und der Wohnsituation (z.B. Umzug in ein neues Wohn- und Lebensumfeld) beeinflusst. Altersbedingte physiologische Funktionseinschränkungen stören das gesundheitliche Gleichgewicht, jede zusätzliche Störung oder Erkrankung ist somit eine erhebliche physische, psychische und soziale Belastung. Die Ergotherapie in der Geriatrie stellt sich diesen Besonderheiten. Hierbei werden meistens auch (pflegende) Angehörige einbezogen, beraten und angeleitet.

Die Ergotherapie ist grundsätzlich klientenzentriert ausgerichtet. Für jeden einzelnen Patienten werden anhand der ärztlichen Diagnose und der ergotherapeutischen Befunderhebung (Anamnese) Wege der Behandlung und Beratung, auch zur Prävention (Intervention) verfolgt – immer mit dem Ziel größtmöglicher Selbstständigkeit und Lebensqualität.


Neurologie

Die Neurologie ist einer der größten medizinisch-therapeutischen Fachbereiche. Sie befasst sich mit Erkrankungen des Zentralnervensystems, also des Gehirns und des Rückenmarks, und mit Verletzungen des peripheren Nervensystems. Patienten mit neurologischen Beeinträchtigungen erfahren vielfältige Einschränkungen ihrer Handlungsfähigkeit in allen Lebensbereichen. Um die Betroffenen zu größtmöglicher Selbstständigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe zu befähigen, bedient sich die Ergotherapie aktueller Erkenntnisse der Neurowissenschaften und anderer Bezugsdisziplinen zur Entwicklung differenzierter Testverfahren und effektiver Behandlungsmethoden.

Krankheitsbilder und Diagnosen

Schädigungen des Nervensystems sind bedingt durch akute Ereignisse, wie z. B. Schlaganfall, Schädel-Hirntrauma und Cerebralparesen, oder durch chronische neurologische Erkrankungen, beispielsweise M. Parkinson oder Multiple Sklerose (Encephalomyelitis disseminata). Sie können vielfältige Funktionseinschränkungen, wie Lähmungen, Sensibilitätsstörungen oder kognitive Beeinträchtigungen bewirken. Es stellt sich ein großes Spektrum von Symptomen dar, die in der ergotherapeutischen Diagnostik im Hinblick auf die Alltagsbewältigung analysiert und ganzheitlich behandelt werden. In unserem Fall steht ein proffesionelles Team aus Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Logopäden und Psychologen dem Patienten zu Verfügung.


Pädiatrie

Ergotherapie kommt bei Kindern und Jugendlichen angefangen vom Säuglingsalter zum Einsatz, wenn sie in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind und damit eine Beeinträchtigung der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben des Kindes und seiner Familie droht oder bereits besteht.

Da die Ergotherapie grundsätzlich klientenzentriert ausgerichtet ist, sind die folgenden Erläuterungen immer nur Beispiele. Für jeden einzelnen der jungen Patienten werden anhand der ärztlichen Diagnose und der ergotherapeutischen Anamnese (Befunderhebung) Wege der Intervention (Behandlung und Beratung, auch zur Prävention) verfolgt. Im Bereich der Pädiatrie ist der Einbezug der Angehörigen und Bezugspersonen in allen Fragen der Behandlung von höchster Bedeutung. Ziel ist immer die größtmögliche Förderung des Kindes, seiner altersgemäßen Entwicklung von Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit


Onkologie

Die von einschlägigen Institutionen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder dem deutschen Robert-Koch-Institut veröffentlichten Zahlen zeigen, dass die Zahl der neu erkannten Krebsfälle weiter steigt. Trotz verbesserter Therapiemöglichkeiten und Erfolge bei der Behandlung hat die Diagnose „Krebs“ ihren Schrecken nicht verloren. Ganz wesentlich sind daher neben der eigentlichen Behandlung des Tumors die Nachsorge und Nachbetreuung, die die Krebspatienten befähigen, ein möglichst normales Leben „danach“ zu führen. Eine bedeutende Rolle hierbei spielt die Ergotherapie.


Psychatrie

Die Psychiatrie und Psychosomatik ist heute – zusammen mit der Neurologie – einer der größten medizinisch-therapeutischen Fachbereiche, in dem die Ergotherapie sehr wirksam ihre speziellen Kompetenzen und Verfahren einbringen kann. Sie befasst sich hier mit Patienten aller Altersstufen und mit vielerlei psychiatrischen und psychosozialen Störungen, Beeinträchtigungen und zeitweiligen oder auch chronischen Erkrankungen.

Da die moderne psychiatrische Ergotherapie klientenzentriert ausgerichtet ist, sind die folgenden Erläuterungen stets beispielhaft und als Möglichkeit zu verstehen. Mit jedem einzelnen Patienten werden anhand der ärztlichen Diagnose und der ergotherapeutischen Befunderhebung Wege der Interventionen, d.h. Behandlung und Beratung sowie auch zur Prävention, vereinbart und verfolgt – immer mit dem Ziel größtmöglicher Selbstständigkeit, Teilhabe und Lebensqualität.

Krankheitsbilder und Diagnosen

Das große Spektrum der psychiatrischen Erkrankungen, Diagnosen und psychosozialen Störungen reicht von Angst- und Zwangsstörungen, Belastungs- und Anpassungsstörungen, Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen, affektiven Störungen wie Depressionen und Manien bis hin zu Psychosen sowie Suchterkrankungen u.a. Alkohol-, Drogen-, Medikamenten- und (Glücks-)Spielsucht sowie Süchte der neuen Medien. In verschiedenen Lebensphasen der Patientinnen und Patienten können auch alterstypische Erkrankungen auftreten, u.a. können Entwicklungs- und Verhaltensstörungen mit Beginn in Kindheit und Jugend vorliegen, oder – häufig bei Menschen im höheren Lebensalter – demenzielle Syndrome und Mehrfacherkrankungen.

Eine ergotherapeutische Behandlung ist immer auch angezeigt, um einer drohenden oder weiteren Schädigung vorzubeugen (Prävention). In der Psychiatrie gelingt es oft, die Verarbeitung eines Krankheitsverlaufes oder einer Krisensituation zu unterstützen und so den Umgang mit einer Beeinträchtigung im Alltag zu verbessern.


Orthopädie/ Traumatologie/ Rheumatologie/ Handtherapie

Im Mittelpunkt der Ergotherapie in der Orthopädie stehen Klienten jeder Altersgruppe, die aufgrund von angeborenen, durch Unfälle verursachten oder durch chronische Erkrankungen hervorgerufenen Funktionsstörungen im Stütz- und Bewegungsapparat in ihrer Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit beeinträchtigt sind. Bei ergotherapeutischen Behandlungen in der Kinderorthopädie z.B. geht es auch um die Prävention (Vorbeugung) von Spätfolgen, bei Erwachsenen besteht oft das Ziel darin, die Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit zu ermöglichen, z.B. im Bereich der Handrehabilitation.

Da die Ergotherapie grundsätzlich klientenzentriert ausgerichtet ist (hier z.B. Erhebung der beruflichen Vorgeschichte), sind die folgenden Erläuterungen immer nur Beispiele. Für jeden einzelnen Patienten werden anhand der ärztlichen Diagnose und der ergotherapeutischen Anamnese (Befunderhebung) Wege der Intervention (Behandlung und Beratung, auch zur Prävention) verfolgt – immer mit dem Ziel größtmöglicher Selbstständigkeit und Lebensqualität.

In jedem Fall sind die individuellen Maßnahmen darauf ausgerichtet, die Handlungsfähigkeit zu fördern und eventuell notwendige Hilfsmittel anzubieten, einzusetzen und Kompensationsstrategien zu erlernen. Dem großen Spektrum der Funktionsstörungen stehen viele und vielseitige Behandlungsmöglichkeiten gegenüber.


Prävention

 

Die Ergotherapie geht davon aus, dass „tätig sein“ ein menschliches Grundbedürfnis ist und dass gezielt eingesetzte Tätigkeit gesundheitsfördernde und therapeutische Wirkung hat. Ergotherapie in der Gesundheitsförderung und Primärprävention nutzt dieses Wissen, um Menschen in die Lage zu versetzen, eigenaktiv ihre Gesundheit zu verbessern und noch vor dem Auftreten einer Krankheit gesundheitsschädigende Faktoren zu vermeiden. Auch in der Sekundär- und Tertiärprävention (Verhinderung von Folgeschäden einer Erkrankung) ist die Ergotherapie tätig. Diese Handlungsfelder fließen in der Regel in die rehabilitative/kurative Ergotherapie ein.

Ergotherapie hat in diesem Kontext zum einen eine übergreifende und beratende Aufgabe, zum anderen werden auch konkrete Maßnahmen angeboten. Weiterhin werden sowohl die Aspekte der Verhaltens- wie auch der Verhältnisprävention berücksichtigt, also das individuelle gesundheitsgerechte Verhalten sowie die Gestaltung gesundheitsförderlicher Strukturen. Mit unserer eigenen digitalen Trainingsapp Theradoo haben wir ganz klar Stellung bezogen, und gewichten den Bereich der Prävention bei Buss Therapie & Gesundheit sehr stark.


Alle Informationen stammen von der Webseite unseres Berufsverbandes DVE ( Deutscher Verband Ergotherapeuten).

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Ambulante Intensiv Reha

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