Was ist Ergotherapie ?

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Ergotherapie ist leider noch nicht Jedem bekannt!

Ergotherapie ist leider immer noch nicht Jedem ein Begriff oder wird oft mit der Physiotherapie verwechselt. Das soll dieser Beitrag verändern. Zur Begrifflichkeit: Ergotherapie bedeutet vom Altgriechisch ins Deutsche übersetzt érgon= Werk, Arbeit und therapeia= Dienst, Behandlung. Physiotherapie steht Altgriechisch für phýsis= Natur, Körper. Der Begriff Ergotherapie bezeichnet eine Therapieform, die Menschen bei der Bewältigung ihres Alltags unterstützt. Sie soll dabei dem Patienten die Selbstversorgung ( Zähne putzen, Waschen, Essen, Trinken), die gesellschaftliche Teilhabe( am Vereinsleben mitwirken,zum Sonntags Cafe gehen, oder einfach am Geburtstag der Enkel teilnehmen) ermöglichen und eine verbesserte Lebensqualität schaffen. Durchgeführt wird die Ergotherapie von staatlich anerkannten Ergotherapeuten. Diese arbeiten stets ganzheitlich und berücksichtigen nicht nur die krankheitsbedingten Einschränkungen des Patienten, sondern auch umfeldbezogene Kontextfaktoren( z.B wohnt der Patient noch zu Hause? Ist es dort barrierefrei oder müssen Anpassungen vorgenommen werden? Kann der Patient den Einkaufsladen selbständig erreichen, um Dinge für den täglichen Bedarf zu kaufen? Kann die Selbstversorgung aufrecht erhalten werden?).

Unterschied Physiotherapie und Ergotherapie in der Behandlung

Ein weiterer Unterschied ist die Behandlungsart. Es sind zwei Ansätze zu unterscheiden. Zum einen der Bottom- Up Ansatz, welcher an den Körperfunktionen/ Körperstrukturen( Muskeln, Sehnen) ansetzt, um schnellstmöglich wieder die verloren gegangene Funktion (Kontext unabhängig) zurück zu erlangen. Beim Top- Down Ansatz steht die Funktion an zweiter Stelle und man versucht durch eine besonders wichtige Aktivität ( z.B Wasserflaschen aufschrauben, um trinken zu können) die intrinsische Motivation des Patient zu benutzen damit die Funktion wieder zurück kommt. Während Physiotherapeuten eher den Bottom-Up Ansatz wählen, bedienen sich Ergotherapeuten dem alltagsbezogenen Top- Down Ansatz.

Ablauf einer Behandlung

Um überhaupt eine Behandlung beginnen zu können muss Ergotherapie von einem Haus- oder Facharzt verordnet werden( da noch nicht jeder Arzt genau weiß was wir Ergotherapeuten überhaupt machen, könnte dieser Beitrag auch für den ein oder anderen Arzt zur Aufklärung dienen). Wenn ein Rezept für Ergotherapie ausgestellt wurde kann sich der Patient eine Praxis nach Wahl aussuchen, am besten gehen Sie mal in das Internet und schauen wo die nächste Praxis wäre. Sie können, um einen ersten Eindruck zu bekommen unsere Internetseite https://www.buss-therapieundgesundheit.com besuchen. Haben Sie eine passende Praxis gefunden vereinbaren Sie, per Telefon, E-mail oder durch persönliches Aufsuchen, einen Termin zum Erstgespräch. Schon zum Erstgespräch bringen Sie bitte die ärztliche Verordnung mit, ebenso sind Befunde von Rehaeinrichtungen, Krankenhausaufenthalten oder Berichte zu bereits erfolgten Testungen gute Grundlagen, um das Erstgespräch effizienter zu gestalten. Das Anamnesegespräch wird sehr ausführlich sein, vielleicht kennen Sie es von Ihrem letzten Arztbesuch bereits, allerdings ist es tatsächlich sehr wichtig es ausführlich und genau durchzuführen, um die bestmögliche Therapiezielfindung zu erreichen. Danach entscheidet der Therapeut, welche Schwerpunkte gesetzt werden müssen, damit das Therapieziel erreicht werden kann. Schön ist immer, wenn der Patient aktiv mitwirkt, dies kann auch schon sein, dass er den Therapeuten fragt was er gerade tut und warum, somit hat der Patient die Möglichkeit Verstandenes im Alltag selbst mit einzubinden. Es gibt im Regelfall Verordnungen mit einer Behandlungsanzahl von 6, 8, 10, 20 oder 30 Einheiten, hier soll allerdings durch die Blankoverordnungen nachgebessert werden und eine notwendige, durchgängige Behandlungsmöglichkeit geschaffen werden, um die Ärzte der Budgetierungen zu entlassen und dem Patienten die Chance auf Heilung ohne Unterbrechung und gegebenenfalls durch diese eintretenden Rückschritte zu ersparen. Nach jeder durchgeführten Behandlung unterschreibt der Patient für den stattgehabten Termin, dies dient als Nachweis für die Krankenkassen, dass die Leistung an den Patienten erbracht wurde. Aktuell ist es leider immer noch so, dass am Ende jeder Verordnung der Arzt entscheiden muss, ob der Patient eine neue Verordnung erhält oder nicht. Welche Konsequenzen dies in Anbetracht der Budgetierung der Ärzte mit sich bringt kann jeder selbst erahnen, deshalb ist eine schnelle Umsetzung, der von Herrn Spahn angekündigten, Einführung der Blankoverordnung dringend notwendig!

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Unser Berufsverband Deutscher Verband der Ergotherapeuten( DVE) definiert wie folgt:

„Ergotherapie unterstützt und begleitet Menschen jedes Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind. Ziel ist, sie bei der Durchführung für sie bedeutungsvoller Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrer persönlichen Umwelt zu stärken. Hierbei dienen spezifische Aktivitäten, Umweltanpassung und Beratung dazu, dem Menschen Handlungsfähigkeit im Alltag, gesellschaftliche Teilhabe und eine Verbesserung seiner Lebensqualität zu ermöglichen.“

Mehr über unseren Berufsverband unter https://dve.info/

MdB Peter Weiß informiert sich vor Ort bei der Ergotherapie Praxis Tina Buss
Theradoo

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